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Jugend hackt MV 2018 - Versuch eines Fazits

CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Jakob Waak (jacob-waak.de)
CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Jakob Waak (jacob-waak.de)

Ja. Das war was. Das war was richtig Gutes! 31 Jugendliche setzten ihre eigenen Ideen um. In Ansätzen mehr oder weniger weit fortgeschritten, darum ging es nicht. Worum ging es dann, beim ersten Jugend hackt in Mecklenburg-Vorpommern?

Um Jugendförderung, Jugendarbeit, Jugendbeteiligung von Kindern und Jugendlichen von 12 bis 18 Jahren, aber auch um Beteiligung von Mentor*innen aus der IT- und der Medien-Branche und deren Motivation.

Gerade die 16 Jungs und Männer, die am vergangenen Wochenende Mentorendienste leisteten, waren schon vorher stark motiviert und sind es nach dem Jugend-hackt-MV-Event vielleicht noch stärker. Sie erinnerten sich sicher noch sehr gut daran, wie sie als Jugendliche waren und von anderen gesehen wurden. Wo sie Hilfestellung erhielten oder erwarteten, mitunter auch vergeblich. Ich spiele da gar nicht auf ein Nerd-Image an, das mag auch dabei gewesen sein. Viel wichtiger ist mir die Empathie, die Selbstbestätigung und die Selbstverwirklichung, die Mentor*innen aus so einem Wochenende, so einer Arbeit ziehen.

Das ist doch wirklich eine gute Sache!

Und was macht so ein Wochenende mit den Jugendlichen? Jugendarbeit ist per se „Bestätigungsarbeit“, soll heißen: was immer passiert soll Jugendliche dabei unterstützen, Selbstwirksamkeit zu erfahren und zu verstärken. Junge Menschen sollen in der Jugendarbeit Räume finden, sich auszuprobieren, eigene Ideen einzubringen, mit anderen auszuhandeln und gemeinsam umzusetzen. Das passiert in der Gruppe, mit denen, die auch dort sind, weil sie es wollen. Das bleibt nicht immer frust- und angstfrei, muss es aber auch nicht, auch daran kann man wachsen im geschützten Umfeld. Das Ergebnis ist aber (fast) immer grandios: viel Spaß und gute Erfahrungen auf dem Weg zu einem Ergebnis.

Und so war es auch beim ersten Jugend hackt MV | Schwerin. Es entstanden neun Projekte (aus 14 Projektideen der Jugendlichen) mit großartigen Ansätzen, Ideen, Ergebnissen und auch Namen: Peacefinder, WhoKnowsMe, MetaPeta, NatureGuard, SpeakCraft, Sport am Ort, Selfistick-Golf, Auto Auto und JohhnyTheTrashFinder. Von den fünf Mädchen und 26 Jungen haben alle beeindruckt, ja, auch die, die nicht auf die Bühne wollten zur Präsentation. Denn so beeindruckend auch präsentiert wurde, es ging doch mehr ums Machen, um das selber erleben, selber etwas gekonnt, gelernt und geschaffen zu haben. Mit der Unterstützung der Erwachsenen. Großartige Kinder und Jugendliche! Großartige Mentor*innen!

Großartige Orga-Leute und Helfer*innen! Von der ersten Willensbekundung „Wir wollen ein Jugend hackt MV machen!“ bis zum Abschluss am Sonntagnachmittag – kaum zu glauben, was alles geht! Organisation, Coaching, Mentor*innenunterstützung, Logistik, Technikbetreuung der Teilnehmenden, Gastgeben, Sozialpädagogik, Service, Kleinbusfahrern, Schlafwache – was da freundlich und geräuschlos im Hintergrund geleistet wurde, war mehr als sehenswert.

Das Technologiezentrum Schwerin und das Firmengebäude von Trebing + Himstedt waren uns ein Wochenende perfekte Arbeitsumgebung. Danke dafür!

Was bleibt? Was wird sein? Kann man nicht wissen. Hoffen kann man und daran arbeiten, dass die Jugendlichen dranbleiben und die Mentor*innen! Dass wir noch mehr Mädchen und junge Frauen finden, die sich bei Jugend hackt MV einbringen wollen. Dass wir die Hackerspaces in MV vernetzen und ausbauen können. Dass es 2019 ein nächstes Jugend hackt MV in Rostock geben wird. Was jetzt nicht richtig war, machen wir dann besser. Das wird was richtig Gutes! Das wird es. Ja.

Andreas


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