Förderprogramm des Landesjugendrings: Soziale Integration von jungen Geflüchteten durch Jugend(verbands)arbeit (Flucht und Jugend)

21.03.2017

Der Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern fördert auch 2017 mit Mitteln der Stiftung Demokratische Jugend Maßnahmen von Jugendverbänden und Jugendvereinen mit jungen Geflüchteten.

Symbol des Förderprogramms

Die Zahl der Geflüchteten nimmt auch in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu, wenn auch im Vergleich zum Jahre 2015 in deutlich geringerem Umfang. Darunter sind sowohl unbegleitete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als auch solche, die mit ihren Familien unser Bundesland erreicht haben. Neben den Aufgaben der politisch Verantwortlichen, angemessene Unterkünfte, Lebens- und Gesundheitsbedingungen für Geflüchtete bereitzustellen, ist auch die Zivilgesellschaft in der Pflicht, Geflüchteten ein menschenwürdiges Leben in Mecklenburg-Vorpommern zu ermöglichen.

Der Landesjugendring hat 2016 mit Mitteln der Stiftung Demokratische Jugend das Förderprogramm „Flucht und Jugend“ gestartet, um Jugendverbänden und Träger der Jugendarbeit finanzielle Hilfe bei der Arbeit mit jungen Geflüchteten geben zu können. 2017 wird dieses Programm nicht nur fortgeführt, sondern auch aufgestockt von vorher 30.000 auf nunmehr 45.000 Euro Gesamtvolumen.

„Bei ‚Flucht und Jugend‘ handelt es sich um die Finanzierung von Mikroprojekten bis zu einem Umfang von 2.000 Euro, also eher kleinere Projekte, die ja aber auch Mittel brauchen, um ins Laufen zu kommen. Wichtig war uns zu ermöglichen, dass junge Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft und der Staatsbürgerschaft, zueinander finden und gemeinsam etwas tun, was dann für alle von ihnen gut ist“, sagte Christian Thönelt, Referent beim Landesjugendring MV heute in Schwerin.

„Wir haben so 2016 28 Projekte fördern können, die meistens durch Jugendverbände organisiert waren. Aus diesen Projekten haben sich zum Teil langfristige und nachhaltige Angebotsformen entwickelt, zum Beispiel durch Projekte der Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ MV, des Pfadfinderbundes MV (PBMV) oder des Jugendrotkreuzes. Einige Geflüchtete waren dann auch reguläre Teilnehmende bei Beteiligungsprojekten in MV und in europäischen Zusammenhängen wie ‚Jugend im Landtag‘ oder beim norddeutschen Fünf-Bundesländer-Projekt ‚Take Five for Europe‘ 2016 in Flensburg“, so Thönelt weiter.

Ziel der Maßnahmen ist es, integrative Angebote zur Freizeitgestaltung und zur Interessenvertretung zu machen sowie Bildungsmaßnahmen anzubieten. Junge Geflüchtete sollen so auch an andere Angebote der Jugend- und Jugendverbandsarbeit herangeführt werden. Gefördert werden spezielle Maßnahmen der Jugend- und Jugendverbandsarbeit für junge Geflüchtete mit bis zu 2.000 EUR. Anträge können laufend an den Landesjugendring gestellt werden.


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Pressemitteilung des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern e. V. vom 16.03.2017