Designelement des LJR

Jugendarbeit und Flüchtlinge, da geht was!

06.03.2015

Friedhelm Heibrock

Das Leben im 21. Jahrhundert ist weltweit starken Spannungen und Verwerfungen ausgesetzt. Als Vertreterinnen und Vertreter der Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern sehen wir die Not, das Leid und die verzweifelten Versuche auch vieler junger Menschen, eine Perspektive zu erlangen für ein Leben in Frieden und eine menschenwürdige Zukunft.

Die Schicksale der vielen Schutzsuchenden, besonders der Kinder und Jugendlichen die zu uns kommen, bewegen uns in der Jugendarbeit. Wir wollen einen Beitrag leisten, junge Flüchtlinge bei uns willkommen zu heißen und sie mit den Stärken und Kompetenzen der Jugendarbeit bestmöglich unterstützen. Jugendarbeit kann jungen Flüchtlingen helfen – schnell und professionell, mit außerschulischen Bildungsangeboten, z. B. bei der Überwindung der Sprachbarrieren in Freizeitmaßnahmen.

Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern ist bunt und engagiert sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus. Wir akzeptieren es nicht, dass Menschen diffamiert werden die schon lange in Deutschland und Europa leben, die unsere Gesellschaft mitgestalten und auch in der Jugendarbeit mitwirken. Als Teil der Zivilgesellschaft sind zurzeit viele Jugendverbände aktiv, um Flüchtlingen zu helfen. Jugendverbände beteiligen sich zum Beispiel an lokalen Bündnissen gegen Fremdenfeindlichkeit, die von Pegida und deren Mitläufern propagiert wird. Sie engagieren sich öffentlich für eine solidarische, tolerante und friedliche Gesellschaft und zeigen, welche Werte die Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern vereint und wofür sie sich stark macht.

Unter dem Motto „Flüchtlinge werden Freunde“ setzt der Landesjugendring in diesem Jahr einen jugendpolitischen Schwerpunkt. Er unterstützt die Jugendverbände und Jugendringe dabei, ihre Angebote für junge Flüchtlinge zu öffnen. Ziel ist es, junge Flüchtlinge stark zu machen für eine gesellschaftliche Teilhabe bei uns und sie aktiv mit einzubeziehen. So werden wir Methodenmaterial für Jugendverbände bereitstellen, damit diese den neu angekommenen Kindern und Jugendlichen schnell und sicher helfen können, Zugang zur Jugendarbeit zu finden, Hemmschwellen der Begegnung abzubauen und die bestehenden Angebote der Jugendarbeit zu nutzen.

Unser Motto: Eine gute Willkommenskultur in Mecklenburg-Vorpommern muss sich auch an Flüchtlinge richten!

Friedhelm Heibrock
Geschäftsführer


Dieser Kommentar ist zuerst erschienen im Blitz am Sonntag am 22. Februar 2015.

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