Designelement des LJR

Im Anfang war… – Eine Annäherung

Geschrieben steht: „Im Anfang war das Wort!“  Hier stock’ ich schon! Wer hilft mir weiter fort? 

(Johann Wolfgang von Goethe: Faust – Der Tragödie erster Teil – Studierzimmer)


"Die Jugendleiter/In-Card (Juleica) ist der bundesweit einheitliche Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter-innen in der Jugendarbeit. Sie dient zur Legitimation und als Qualifikationsnachweis der Inhaber-innen. Zusätzlich soll die Juleica auch die gesellschaftliche Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement zum Ausdruck bringen. Jetzt beantragen!“, ist zu lesen auf der Juleica-Homepage www.juleica.de.  [1]

Erste Juleica in MV nach dem Re-Design

Wir beschäftigen uns also mit der Jueica, einem  bundesweit einheitlichen Ausweis für  ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der  Jugendarbeit/ Jugendverbandsarbeit in  diesem Magazin . Die Juleica wird für die meisten Leserinnen und Leser dieser Zeilen nicht Neues sein. Diese Ausgabe des neuen Webmagazins des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern will helfen zu erklären, zu begründen und zu diskutieren, warum es diesen Ausweis gibt, welche Vorteile damit verbunden und welche Herausforderungen noch zu meistern sind. Weiter wollen wir uns mit der Begrifflichkeit „Ehrenamt“ beschäftigen. Dabei wollen wir die Besonderheiten unseres Arbeitsfeldes der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Blick behalten und so in einen Dialog treten, mit Akteuren in der Kinder- und Jugendhilfe in Mecklenburg-Vorpommern, in den Jugendverbänden, den Einrichtungen der Jugendarbeit und in den Verwaltungen verschiedener Ebenen.

Kinder rennen

(1)   Jugendliche Inhaber der Juleica haben eine Ausbildung absolviert, engagieren sich ehrenamtlich in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, sind also für einen Träger der Jugendhilfe tätig, sind mindestens 16 Jahre alt und haben das Antragsverfahren erfolgreich gemeistert. Nicht gerade wenig, möchte man sagen, da wird es aber den jungen Menschen nicht leicht gemacht. Richtig, allerdings ist diese Card dann auch schon die erste Anerkennung und Belohnung, kann sich der Ausweisende doch als anerkannter ehrenamtlicher Mitarbeiter legitimieren. Das schafft Vertrauen in die Leistung der Mädchen und Jungen, jungen Männer und Frauen in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. So können Eltern, Mitarbeiter der Träger oder staatlicher Institutionen und nicht zuletzt die Kinder und Jugendlichen selbst erkennen: hier unterstützt uns eine Person, die das kann und weiß, worauf es ankommt. Dieser Funktion der Juleica kommt nicht nur die Standardisierung der Karte selber entgegen – eine offiziell erscheinende gelbe Plastikkarte mit dem Namen und Konterfei des Inhabers, seinem Geburtsdatum, seiner institutionellen Anbindung, Informationen des Bundeslandes, einer Identifikationsnummer und dem Gültigkeitsvermerk. Nach drei Jahren ist die Karte ungültig und neu zu beantragen.

Organigramm

(2)  Wichtiger noch als die Standardisierung als bundesweit einheitlicher Ausweis ist jedoch die Standardisierung der Ausbildung für die ehrenamtlichen tätigen Jugendlichen, gibt es doch in der Arbeit mit Minderjährigen einiges zu lernen, zu bedenken und zu hinterfragen. Mindestens 40 Stunden beschäftigen sich die Teilnehmenden an der Juleica-Ausbildung mit Gruppenpädagogik, Aufsichtspflicht, Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, Methoden und vielen anderen Themenbereichen. In Mecklenburg-Vorpommern gilt eine "Vereinbarung zur landeseinheitlichen Ausbildung ehrenamtlich Tätiger in der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes und zur Iandeseinheitlichen Bescheinigung über die Teilnahme an Lehrgängen, die dadurch erworbenen fachlichen Befähigungen und die Ausstellung der Jugendleiter/-innen-Card" zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern und dem Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern e. V. Diese Vereinbarung regelt die Mindestanforderungen an die Grundausbildung mit dem anschließenden Recht des Erwerbs der Juleica. Friedhelm Heibrock, Geschäftsführer des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern, geht in seinem Beitrag zu dieser Ausgabe des Webmagazins auf diese Vereinbarung  und die "Verträge zur Beantragung und Genehmigung von Jugendleiter/-innen-Cards" näher ein. 
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Auch das Antragsverfahren läuft in den verschiedenen Bundesländern verschieden ab. In dieser Ausgabe des Webmagazins befindet sich eine Anleitung für das Land Mecklenburg-Vorpommern.
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Mir hilft der Geist! Auf einmal seh’ ich Rat  Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat! 

(Johann Wolfgang von Goethe: Faust – Der Tragödie erster Teil – Studierzimmer)


Tobias erklärt den Jungs die Spielregeln

(3) Welche Rolle spielt aber freiwillige und ehrenamtliche Arbeit Jugendlicher in der Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit? Was ist daran so wichtig, dass diese Aufgaben im Sozialgesetzbuch festgeschrieben sind? Wie hilft die schon angesprochene Standardisierung den Jugendverbänden, ihre Aufgaben zu lösen? Antje Post, Referentin für Grundsatzfragen und Sozialmanagement beim Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern, erläutert in einem Beitrag die Bedeutung der Juleica für die Jugendverbandsarbeit sowie für das bürgerschaftliche Engagement.
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Daneben finden Sie in diesem Magazin auch die  bundeseinheitlichen Regelungen für die Juleica und einen Beitrag über den Einsatz der Juleica in MV und über eine Struktur der Weiterentwicklung der "Ehrenamtlichen-Kultur" beim Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern. 
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Julia und Jacqueline sind Jugendgruppenleiterinnen

(4) Zwei Podcasts, die ich mit vier jugendlichen, bei der DLRG-Jugend ehrenamtlich Tätigen und ihrer professionellen Unterstützerin während einer von ihnen speziell in der Juleica-Ausbildung entwickelten Freizeit aufnehmen konnte sowie ein kleiner Serviceteil mit weiterführenden Links, den Sie gern kommentieren und ergänzen dürfen, komplettieren unser Magazin für diese Ausgabe.

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[1] Die scheinbaren Satzfehler in diesem Zitat sind im Original gewollt und sollen die Gleichberechtigung der weiblichen und männlichen Form der Begriffe unterstreichen. In diesem Magazin impliziert, soweit nicht anders ausgewiesen, die männliche Form eines Begriffs die existierende weibliche.