Signet des Projektes Jugend kommt an

Gesellschaftliche Partizipation für zugewanderte Jugendliche

Foto: LJRMV

„Jugend kommt an“ ist ein Projekt des Landesjugendrings M-V, welches das Hauptziel hat, zugewanderte Jugendliche verstärkt in die Jugend- und Jugendverbandsarbeit in M-V einzubeziehen.

Jugendliche mit Migrations- bzw. Fluchthintergrund möchten an Freizeit- und Bildungsangeboten teilnehmen, sie möchten den Kontakt zu einheimischen Jugendlichen und sie möchten sich selbst engagieren und einbringen - kurz: sich integrieren. Diese Erfahrungen sammelte der Landesjugendring u. a. bei seinem europäischen Beteiligugsprojekt Take Five for Europe "Willkommen in Mecklenburg-Vorpommern" (Herbst 2015)  und dem 2016 gestarteten und weiterhin bestehendem Programm „Flucht und Jugend“, mit dem Mikroprojekte gefördert werden können.

Im Projekt „Jugend kommt an“ wollen wir den genannten Bedarfen gerecht werden und die gesellschaftliche und soziale Integration von zugewanderten Jugendlichen weiter voranbringen. Bis September 2019 sollen strukturelle Anpassungen in der Jugend- und Jugendverbandsarbeit angeregt werden, die Zugangsbarrieren und Unsicherheiten abbauen. Wir wollen helfen Angebote zu optimieren bzw. neu zu schaffen. Insgesamt soll das Projekt zur Erhöhung der Akzeptanz für Geflüchtete beitragen.

Die genaueren Projektinhalte werden im Folgenden anhand der Zielgruppen und Wirkungsbereiche erläutert:

Zugewanderte Jugendliche

„Jugend kommt an“ spricht Jugendliche mit Migrations- bzw. Fluchthintergrund direkt und indirekt an, um sie auf Angebote der Jugend- und Jugendverbandsarbeit in M-V aufmerksam zu machen. Dazu sind mehrsprachig-aufbereitete Informationen in verschiedenen Medien  geplant, die auch Bedarfe und Wünsche der Jugendlichen aufgreifen. Im Rahmen des Projektes werden zudem zielgruppenorientierte Bildungs- und Informationsveranstaltungen sowie Jugendbegegnungen organisiert. Wir werden zugewanderte Jugendliche zwischen 12 und 27 Jahren dabei unterstützen, selbst aktiv zu werden, Verantwortung zu übernehmen und sich gegebenenfalls selbst zu organisieren (Empowerment). Der konkrete asylrechtliche Status der Kinder und Jugendlichen soll dabei keine Rolle spielen.

Jugendverbände und andere Träger der Jugendarbeit

„Jugend kommt an“ arbeitet eng mit den Jugendverbänden und mit anderen Trägern der Jugendarbeit in M-V zusammen, um sie dabei zu unterstützen und zu beraten, zugewanderte Jugendlichen in ihre Aktivitäten einzubeziehen. So soll zum Beispiel gemeinsam geschaut werden, ob es bei Angeboten und Strukturen Anpassungsbedarfe gibt oder ob neue Angebote entstehen sollen. Entsprechend den Bedarfen der Fachkräfte und Aktiven werden darüber hinaus Weiterbildungen organisiert, wie beispielsweise interkulturelle Trainings. Auch bei der Erschließung von Fördermitteln und Räumen wird Unterstützung angeboten.

Initiativen und Organisationen der Flüchtlingsarbeit

Um junge Zugewanderte und die Träger der Jugendarbeit zusammenzubringen, wird das Projekt vernetzend und koordinierend wirken und dabei auch andere Akteure einbeziehen. Dazu zählen wir insbesondere Flüchtlingshilfeorganisationen, Initiativen von Ehrenamtlichen, migrantische Vereine, Betreiber von Unterkünften und Träger, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind. Sie sind wichtige Partner, um junge Geflüchtete zu erreichen und um Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch im Netzwerk möglich zu machen.

Politik und Verwaltung

„Jugend kommt an“ will auch Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen. Im Vordergrund steht dabei die Mitarbeit bei Integrationskonzepten auf Landes- und kommunaler Ebene. Außerschulische Freizeit- und Bildungsangebote sollen auch bei der Integration eine feste Säule werden, da sie besonders geeignet sind, gesellschaftliche Teilhabe, soziale Inklusion und Spracherwerb zu fördern. Außerdem sollen Erkenntnisse aus dem Projekt an Politik und Verwaltung rückgespiegelt werden.

Foto: LJRMV

Weitere Informationen:

  • Reinhold Uhlmann, Referent für interkulturelle Fragen, Landesjugendring M-V e. V., Goethestr. 73, 19053 Schwerin, Tel. 0385 760 76-13, r.uhlmann@ljrmv.de
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