Arbeitshilfe: Reale Jugendbegegnungen in Zeiten der Pandemie – was ist zu beachten?

23.07.2020

Der Landesjugendring M-V gibt als einer der ersten Akteure Empfehlungen heraus, wie reale Jugendbegegnungen in Pandemiezeiten durchgeführt werden können.

Die Arbeitshilfe verweist auf offizielle Reisehinweise, geltende Hygienestandards und Empfehlungen zur Vorbereitung. Darüber hinaus wird angesprochen, was die Folgen von Corona-Ausbrüchen während einer internationalen Maßnahme sein können. Entsprechende Vorsorgemaßnahmen werden benannt, auch in Form von praktisch einsetzbaren Mustertexten.

Zu beachten ist, dass es bei Corona-Ausbrüchen zu erheblichen Mehrkosten für die Veranstaltenden kommen kann. „Diese finanziellen Risiken sollten durch die jeweiligen Fördergeber abgesichert werden“, erklärt Reinhold Uhlmann, Referent für Internationales beim Landesjugendring M-V. Gerade kleinere Träger benötigen diese Sicherheit, um Maßnahmen zu planen. Nur so kann es auch in der nächsten Zeit ein vielfältiges Angebot der internationalen Jugendarbeit geben.   

Die Arbeitshilfe kann abgerufen werden unter: 

LJRMV-Reale_Jugendbegegnungen_in_Pandemiezeiten

Update zu spontan auftretenden Mehrkosten bei Förderung über den Landesjugendplan M-V:  

Nach Rücksprache mit dem Sozialministerium M-V können wir zu dieser Fragestellung nun wie folgt Auskunft geben:   

--> Mehrkosten durch Quarantäne (Umbuchung, verlängerter Aufenthalt etc.): 

„Zeichnet sich am Ende des Bewilligungszeitraums ab, dass die Projektkosten – nach Anpassung der Finanzierungspläne – die ursprünglich bewilligte Gesamtzuwendung übersteigen, wird in Abstimmung zwischen dem Sozialministerium, der Bewilligungsbehörde und dem jeweiligen Träger nach individuellen Lösungsmöglichkeiten (z. B. ggf. verfügbare Liquiditätshilfen des Bundes oder des Landes oder individuelle Einzelmaßnahmen) zu suchen sein.“ 

„Dazu sind Änderungen innerhalb der Projekttätigkeit und der finanziellen Rahmenbedingen […] dem Zuwendungsgeber bzw. der bewilligenden Behörde unverzüglich anzuzeigen.“   

--> Stornokosten bei kurzfristiger Absage: 

„Das Land ist bestrebt, die Interessenlage der Zuwendungsempfänger möglichst umfangreich zu berücksichtigen, erwartet aber im Gegenzug auch von Ihnen, dass vermeidbare Kosten und Schäden aktiv von Ihnen vermieden werden. […] Grundsätzlich gilt, dass unvermeidbare Stornokosten dann zuwendungsfähig sind, wenn es sich um Ausgaben handelt, die bei regulärer Durchführung des Vorhabens als zuwendungsfähig anerkannt würden (z.B. Übernachtungskosten bei Angeboten). Freiwillige Leistungen von Ausfallkosten ohne Rechtsgrund sind damit nicht zulässig.“