Landesjugendhilfeausschuss und LJR MV fordern: keine Kürzungen in der Jugendarbeit!

20.04.2021

Mit seiner Pressemitteilung vom 12. April positioniert sich der Landesjugendhilfeausschuss klar. Jetzt über Kürzungen und Veränderungen in den Strukturen, die junge Menschen betreffen, sei ein fatales Signal. Gerade jetzt haben sie ein Recht auf Bildung und Zukunft. Und gerade jetzt benötigen wir eine Diskussion über den Ausbau Vorhandener Strukturen.

Der Landesjugendring schließt sich der Position des KSV an: „ Die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen fehlen bisher in politische Entscheidungen. Das Leben von Kindern und Jugendlichen ist durch die Pandemie stark eingeschränkt. Ungleichheiten verstärken sich durch Distanzlernen und Schließung der Schulen. Kinder und Jugendliche können ihre Interessen formulieren und wollen sich beteiligen. Es braucht jetzt vor allem: keine Kürzungen, sondern Investitionen in Bildung und Beteiligung, die auch zukunftsfähig und nachhaltig sind. “ So Marieke Bohne, Vorstandssprecherin des LJR MV.  

PRESSEMITTEILUNG Distanzlernen im Coronamodus verstärkt soziale Benachteiligung Landesjugendhilfeausschuss MV fordert klare Zukunftsperspektiven für Kinder und Jugendliche

Schwerin: Der Landesjugendhilfeausschuss Mecklenburg-Vorpommern- beratendes Gremium der Landesregierung in allen Fragen, die junge Menschen betreffen beschäftigte sich am 8.4.2021 ausführlich mit dem Einfluss der Corona-Pandemie auf das Schul- und Bildungssystem.

In ihren Analysen kamen Bildungsministerium, Schulleitungen, Kommunen, Landeselternrates und Wohlfahrtsverbände übereinstimmend zum Schluss, dass dringend verlässliche Perspektiven für die Kinder, Jugendlichen und ihre Familien benötigt werden, die über das laufende Schuljahr und die gegenwärtige Pandemie hinaus gehen. Dies, weil Beratungsbedarfe in der Erziehungs- und Familienberatung zunehmen und junge Menschen ein Recht auf verlässliche Ansprechpartner*innen und ausreichend Räume zur Begegnung haben.

Der eindringlichste Beitrag der Sitzung kam von den Schüler*innen selber. Der Landesschülerrat hob hervor, dass die gegenwärtige Situation mit Distanzlernen die Ungleichheiten im Land noch verstärke. „Fragt uns doch einmal, was wir wirklich brauchen und verdammt uns nicht zu einem Roboterlernen- wir brauchen Bildung, die gerade jetzt zukunftsfähig macht!“

Prof. Markert von der Hochschule Neubrandenburg untermauerte diese Forderungen durch die fachliche Einschätzung, dass der gegenwärtige Drang zur Wiederholung von Klassenstufen einer freiwilligen sozialen Benachteiligung, quasi einem „Rückzug in die schulische Steinzeit“ gleichkomme.

Der Landesjugendhilfeausschuss positioniert sich daher: Jetzt politisch über Kürzungen und Veränderungen in den Strukturen, die junge Menschen betreffen, nachzudenken, ist ein fatales Signal. Sie haben gerade jetzt ein Recht auf Bildung und Zukunft! „Wir benötigen im Gegenteil eine Diskussion über angemessene Investitionen in genau diese Generation“, so Evelyn Theil, die derzeitige Ausschussvorsitzende,“ und die können wir nur mit ihnen und nicht über sie hinweg führe!


Die Pressemitteilung finden Sie hier: PDF