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Liveblog der vierten Jugendanhörung im Sozialausschuss des Landtags MV

Andreas Beck05.12.2018

9:00
Der Ausschussvorsitzende Torsten Koplin eröffnet und gibt Lesezeit, dann einigt sich der Ausschuss auf die Tagesordnung und spricht zur Konsensliste.


9:12
Katharina Baganz (jugendliche Delegierte) startet mit einem Statement, das Studium in MV attraktiver zu machen. Engagement muss möglich sein und auch als Leistung zählen. Eine Kultur der Unterstützung muss von den Hochschulen entwickelt werden. MV-Stipendium vom Land wäre gut, aus dem Landtag heraus. Annerkennung von Berufsabschlüssen und ehrenamtlichem Engagement.


9:17
Martina Tegtmeier (Abgeordnete) fragt nach, wo es gute Beispiele dazu gibt.


9:18
Maika Friemann-Jennert (Abgeordnete) fragt nach Beispielen für ein Landesstipendium.


9:19
Jacqueline Bernhardt (Abgeordnete) fragt, wie Frau Baganz es als Studentin möglich machen konnte, heute hier zu sein. Wo kann man ansetzen, um auf diesem Gebite zu unterstützen?


9:21
Tomas de Jesus Fernandes fragt nach Ungelichbehandlung, wenn es Freistellungen fürs Ehrenamt nur für bestimmte Gruppen von Jugendlichen gewährt wird.


9:23
Monamor Ebel (jugendliche Delegierte) fordert die Wahl mit 16 bei Landtagswahlen und begründet die Forderung mit Beispielen aus Deutschland und Europa. Die Gesellschaft habe die Jugend, die sie verdiene. Also kann sie etwas tun.


9:25
Torsten Koplin (Ausschussvorsitzender): Das steht nicht in der Konsensliste. Fraktionen werden gefragt, ob sie es jetzt ändern wollen. BMV- und AFD-Fraktion sind dazu nicht bereit. Auch die SPD- und die CDU-Fraktion wollen ihr Verhalten dazu nicht ändern.


9:28
Juliane Eichhorn (jugendliche Delegierte) fordert mehr politische Bildung in Schule und Ausbildung. Ganzheitliche Bildung von Anfang an erfordert auch qualifizierte politische Bildung als Querschnittsaufgabe in den Bildungseinrichtungen.


9:31
Martina Tegtmeier (Abgeordnete) unterstützt das.


9:32
Jens-Holger Schneider (Abgeordneter) spricht dagegen mit einem DDR-Beispiel.


9:33
Jacqueleine Bernhardt (Abgeordnete) spricht für die Forderung. Auch Elisabeth Assmann (Abgeordnete) spricht dafür,  parteineutrale politische Bildung für Demokratie von Anfang an zu instalieren. Das wären auch soziale Kompetenzen.


9:35
Tomas de Jesus-Fernandes (Abgeordneter) sagt, dass politische Bildung schon stattfände. Beteiligungsmöglichkeiten in der Gesellschaft gäbe es genug, man müsse sie auch nutzen wollen. Christel Weißig und andere positionieren sich.


Es folgen weitere Nachfragen und Antworten von Juliane Eichhorn. Es gibt eine Option, Klassenstufe 5 als Beginn politischer Bildung als Konsens zu vereinbaren.


9:41
Friedrich Gottschewski (jugendlicher Abgeordneter) fordert ein kostenloses Schüler- und Azubi-Ticket sowie eine Mindestausbildungsvergütung in Höhe von 80 % der durschnittlichen, und die Abschaffung von Schulgeld in der Ausbildung. Assistenzausbildung sollte immer auch zum Zugang zur dreijährigen Ausbildung berechtigen.


9:44
Maika Friemann-Jennert sieht keinen Konsens bei Mobilität für Schüler und Auszubildende, das sei kommunale Angelegenheit. Martina Tegtmeier stimmt ihrere Kollegin zu mit der Einschränkung erforderlicher Fahrten. Man stimme vielem anderen zu, sei auch sowieso schon auf dem Weg, sähe dennoch keinen Konsens. Alledings als Prüfauftrag schon. Tomas de Jesus Fernandes regt eine Anhörung gemeinsam mit dem Bildungsausschuss an.


9:54
Torben Knaak (jugendlicher Delegierter) fordert Regelungen zum Engagement von Schülern und Auszubildenden. Es muss mehr möglich sein, als im Schulgesetz geregelt sei. Es gäbe großes gesellschaftliches Engagement von Kindern und Jugendlichen, das allen etwas gäbe, besonders auch dem jungen Menschen.


9:57
Christel Weißig (Abgeordnete) lässt nur Engagement junger Menschen in der Feuerwehr gelten. Alles andere müsse warten. Marcel Meister (jugendlicher Delegierter) antwortet, Erwachsenen hätten mehr Gestaltungsspielraum in der Zeiteinteilung als Kinder und Jugendliche in Schule und Ausbildung.


9:59
Elisabeth Assmann (Abgeordnete) sagt Schulen würden die Regelungen die bestehen nicht optimal anwenden. Martina Tegtmeier fehlen konkrete Beispiele für Engagement Jugendlicher in der Schulzeit. Monamor Ebel weist noch einmal auf die Bildungswirkung des Ehrenamts hin.


10:03
Auf die Konsensliste kommt das Thema Ehrenamt in Schulen mit einem Prüfungsauftrag.


10:05
Marcel Meister (jugendlicher Delegierter) spricht zur Finanzierung von Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit in MV und nennt die 5,11 Euro im KJfG als zu gering. Jugendarbeit sollte Pflichtaufgabe der Kommunen und des Landes sein.


10:09
Jacqueline Bernhardt (Abgeordnete) fragt, ob es im SM eine Handreichung zur Pflichtigkeit von Kinder- und Jugendarbeit gäbe.


10:10
Die Förderung müsse einen Inflationsausgleich haben, fordert Christel Weißig (Abgeordnete).


10:13
Rasmus Rutsch (jugendlicher Delegierter) fordert mit konkreten Zahlen aus MV die digitale Mobilität in MV von Platz 15/16 nach Bundesländern schnell nach vorn zu holen: Breitbandausbau mit 50 MBit jetzt. Integration von Medien in den Unterricht und eine Aufnahme von Medienbildung in die Aus- und Weiterbildung von Lehrenden sind weitere Forderungen.


10:17
Mehrere Abgeordnete sprechen für einen Konsens zu diesem Thema und so kommt es auf die abzustimmende Konsensliste des Auschusses zu dieser Anhörungsreihe "Jung sein in MV".


10:20
Lena Simonsek (jugendliche Delgierte) fordert einen Jugendcheck bei Gesetzesvorhaben, mit einem abgestimmten Katalog an Prüfkriterien und einer unabhängigen Prüfstelle.

Dazu gibt es Nachfragen und Diskussionen. Es ist wohl eher eine Frage des Wie als des Ob bei der Einführung eines Jugendchecks, zum Beispiel im Hinblichk auf das Landesseniorenmitwirkungsgesetzes, aber es gibt auch grundsätzlichen Widerspruch zwischen den Abgeordneten.


10:40
Paul Timm (jugendlicher Delegierter) fordert einen kostenfreien Nahverkehr für Kinder und Jugendliche und Auszubildende, auszudehnen auf die Zentren Hamburg und Berlin. 


Auch dazu gibt es Nachfragen, Diskussionen und einen Erweiterungsantrag auf alle Menschen in MV.


10:47
Nick Wamhoff (jugendlicher Delegierter) fordert MINT-Förderung vom Land, den Unis und den Schulen.


10:57
Die Konsensliste hat nun 15 Punkte und wird verlesen und mit den Hinweisen dieser Anhörung dazu versehen. Die Liste wird nun Ausschussdrucksache und Vorlage für den Sozialausschuss im Januar.


11:04
Der Ausschussvorsitzende Torsten Koplin fasst den Ablauf der Jugendanhörungen noch einmal kurz zusammen. Und schließt die Anhörung.


Liveblog der dritten Jugendanhörung im Sozialausschuss des Landtags MV

Andreas Beck26.09.2018

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Logo der Anhörung vom LJRMV

Die Stellungnahmen

09:00 Uhr
Erste Landtagsabgeordnete haben ihren Platz eingenommen.

09:20 Uhr
Die Expert*innen, die jugendlichen Delegierten der Parteien undvom Landesjugendring, sowie die Jugendlichen Zuschauer auf der Gegentribüne nehmen Platz.

09:30 Uhr
Der Ausschussvorsitzende Torsten Koplin (Die Linke) begrüßt die Anwesenden und erinnert an die Öffentlichkeit des Ausschusses. Heute ist auch elf-tv akreditiert. Die Delegierten werden genannt. Die Expert*innen sind da, außer Prof. Spitzer.

09:34 Uhr
Arp Fitschen, Städte- und Gemeindetag MV, beginnt als Experte zu sprechen. Zuerst vom Breitbandausbau. Im ländlichen Raum kommt auch nach Plan nicht die Leistung an, die zum Beispiel in Schulen gebraucht werden. (Vektoring) Großen Städten in MV sind nicht von der Förderung erfasst. Wir verlieren den Anschluss an die Digitalisierung im internationalen Maßstab. Glasfaser im Keller der Schulen bedeutet noch kein angeschlossenens Kalssenzimmer. Wer aber kann die Digitalisierung kompetent nutzen? Digitalisierung muss in MV eine Gesamtstrategie bekommen. Medienbildung nicht nur an Schulen wichig, sondern überall in der Gesellschaft. Honorarkräfte allein reichen dafür nicht aus. Medienbildung muss integrativer Bestandteil der Ausbildung sein.

09:42 Uhr

Der Ausschussvorsitzende begrüßt die Ost- und Westtribünen-Zuschauer und wünscht uns auch noch einen guten Verlauf für #jil18.

Bernd Rosenheinrich (Landesseniorenbeirat) schließt sich Arp Fitschen an und erinnert an die Medienkompetenz-Arbeitsgruppe des Altenparlaments MV. Medienkompetenzausbildung sollte von der Kita bis zu den Senior*innen gehen. Dazu muss das Thema in die Pädagogenausbildung. Silversurfer werden in MV in fünf Veranstaltungen weitergebildet. Damit werden sie aber nicht in die Lage kommen, Ausbilder für Jugendliche zu werden.

09:48 Uhr
Prof. Roland Rosenstock verweist auf die Übergänge und Bildungspartnerschaften in der Bildungskette und maht auch dabei die Medienbildung an. In den Schulen fehlen Konzepte zur Medienbildung. Was passiert, wenn der Digitalpakt nicht kommt? Informatik ab Klasse 5 ist gut, aber Informatik reicht allein nicht aus als Thema, jedes Fach muss digitale Kompetenzen vermitteln. Smartphone wir häufig kriminalisiert an Schulen, ist aber das wichtigste Instrument von digitaler Bildung. Digital kann ich: gilt nicht für Lehrer*innen. Streichungen im Landeshaushalt von 2004 führten in der Lehrerbildung zu weniger Medienbildung. Medienskepzis führt zu mangelnder Medienbildung, auch bei Pädadogen. Hochschulen sind aber auch nicht auf bessere Medienbildung vorbereitet.

09:54 Uhr
Christian Taszarek (Lehrer und wissenschaftlicher Mitarbeiter Uni Rostock) weist darauf hin: Schüler haben erste einmal kein Problem mit der Digitalisierung. Digitalität ist jetzt! Rahmenlehrplan Digitale Kompetenzen verschaffen den Schulen nicht die Zeit, die ntwendig ist, digitale Kompetenzen und Medienbildung zu erwerben. 11.000 Lehrer im Land müssen dazu ausgebildet werden. Hardware an den Schulen (Smartboards...) muss auch genutzt werden können. Kostenfreies WLAN an den Schulen ist Grundlage für Bildung überhaupt, auch kulturelle Bildung. Es werden zu wenig Informatiklehrer ausgebildet im Land, die müssen aber oft Zusatzaufgaben übernehmen, was zu weniger Unterricht führen muss. Netzwerktechniker usw. werden gebraucht. Lehrkräft brauchen Zeit für Konzepte und Vermittlung - jetzt!

10:02 Uhr
Bert Lingnau, Direktor der Medienanstalt MV, beginnt bei Sokrates Jugendkritik. Ursprung des Zitates soll aber erst 1907 zu finden sein. Fakenews? Wie entgegenwirken? Medienbildung. Offene Kanäle und Medientrecker vermitteln Medienkompetenz, besonders auch medienpraktisch mit professioneller Unterstützung. 20 Medienprojekte werden von der MMV mit insgesamt 200.000 Euro jährlich gefördert. Medienschaffende brauchen auch Schulung gegen Fakenews. Schulen sollten sich öffnen für außerschulische Partner: Medienbildner, Medienprojekte aber auch Senior*innen. Medienbildung ist gesellschaftliche Querschnittsaufgabe. Medienktiv MV leistet dazu einen Beitrag.

10:08 Uhr
Antje Kaiser (LfDI) geht es um Medienbildung und digitaler Bildung, um die Menschen dahinter. Medienbildung muss fächerintegrativ überall eingeführt werden. Fortbildung für Erzieher*innen in MV beendet: neun Monate, 16 Leute, Finanzierung über Krankenkassen und nicht das Land. Medienaktiv ist nicht normal: Suchthilfe, Jugendhilfe, Datenschutz, Polizei arbeiten gemeinsam engagiert an der Förderung der Medienbildung. Medienbildung an Schulen ist nicht "on top", kommt aber an Schulen so an. Medienbildung kann nicht in alleiniger Verantwortung des Bildungsministeriums liegen.

10:15 Uhr
Katharina Bluhm (Jugendmedienverband MV) verweist auf Medienkompetenz als Ziel der Medienbildung. Medienpädagogische Angebote gehören auch in die Freizeit, nicht nur in formelle Bildung. Das muss landesweit gesichert werden. Frühkindliche Medienbildung muss sich an den Kinder orientieren und begleitet werden. Studiengänge bereiten nicht ausreichend darauf vor. Gute Medienpädagogen gibt es im Land, aber zu wenige mit oft schwierigen Arbeitsbedingungen. Medienbildung braucht auch Internetzugang, überall und ausreichend in der Bandbreite, neben Hardware dazu. LAG Medien e. V. hat dazu Stellung bezogen. Bildung mit digitalen Medien tauscht nicht analoge Medien einfach durch digitale aus, sondern ändert den Prozess der Bildung.

10:20 Uhr
Thomas Batzer (Landkreistag): Herausforderung ist jetzt in die Umsetzung zu starten. Medienbildung anders organisieren. Landkreise als Schulträger müssen technische und organisatorische Rahmenbedingungen für Medienbildung schaffen. Im System Schule müssen auch alle gemeinsam und konzertiert handeln. Breitband muss sein, aber nicht darauf warten, jetzt anfangen. Personelle Voraussetzungen und Beratungsaufwand muss auch finanziert werden.

10:26 Uhr
15-minütige Pause.

10:46 Uhr
Es geht weiter mit den Redewünschen. Leon Thadewald, jugendlicher Delegierter, fragt nach der Wichtigkeit der außerschulischen Medienbildung. Gute Programme von Unis und Unternehmen: wie bewerten in der Medienbildung.

Katha Bluhm: Gleich wichtig wie schulische Medienbildung, aber mit besonderer Qualität: selbstbestimmter Bildungsansatz. Medienwerkstätten, Medienbildner, Angebote auch in Zusammmenarbeit mit Schule sind wichtig.

Prof. Rosenstock: Im ländlichen Bereich findet Medienbildung nicht statt. Medienbildner/Medienpädagogen werden unterbezahlt (vier Stufen schlechter in MV). Stellenfinanzierungen sind wichtiger als Projektfinanzierungen. Zusammenarbeit mit Unternehmen findet statt, Unternehmen finden, nicht mal ausreichend Praktikumsplätze in MV vorhanden.

Bert Lingnau: Zusammen sind außerschulische und schulische Medienbildung stark. Beispiel Ofenne Kanäle. Unternehmen sind in den Medienbildungsnetzwerken kaum vertreten.

Antje Kaiser: Außerschulische Medienbildung ist an Schule, nicht überall, in Freizeit genauso wichtig, aber kaum vorhanden. Medienscouts MV hat zu wenig Ressourcen. Medienaktiv-Frühjahrstagung mit Wirtschaft 2018, ist ein Anfang und muss weiter gestärkt werden.

Christian Taszarek: Berufsorientierend ist die Regel auch bei Medienbildungsprojekten mit Wirtschaft. Reicht so ja nicht aus.

10:58 Uhr
Vorsitzender: Zusätzliche Abgeordnete heute anwesend.

10:59 Uhr
Mona-Mór Ebel (jugendliche Delegierte) fragt nach Stadt-Land-Gefälle: wie entgegenwirken.

Bert Lingnau: Medien sind auch Bücher, die gibt es berall im Land. Problem ist das schnelle Internet. Muss besser werden, ist auf dem Weg. Silversurfer, Seniorentrainer, Großeltern könnten von Enkeln gebildet werden. Eltern erreicht man schlecht: interessierte sind oft die schon kompetenten.

Prof. Rosenstock: Digitale Spaltung droht. Menschen über 70 und im ländlichen Raum - Frage der Seniorenbildung. Orte fehlen dazu, Familien allein reichen nicht. Frauen, alleinerziehend mit mehreren Kindern, kommen auch schwer an Medienbildung. Gerechtigkeitsfrage auch für die Kinder.

Thomas Batzer: Im System Schule ist die dauerhaft funktionierende infrastruktur nicht gesichert.

11:06 Uhr
Thomas Krüger (Landtagsabgeordneter): Medienkompetenzvermittlung an Schule ab 7. Klasse im Informatikunterricht. Reicht das aus? Wie mehr zeit organisieren? Ab erste Klasse jedes Kind einen Computerarbeitsplatz? Rechnen, Lesen, Schreiben auf Papier besser?

Christian Taszarek: Mehr Zeit als zusätzliche Zeit gibt es weder für Lehrer*innen noch für Schüler*innen. Ganztagsschule wäre eine Chance, gebundene Form Bedingung dann. Welche Themen im Lehrplan können substituiert werden? Diskussion dazu hält an. Smartphone, Computer ist Fakt.

Antje Kaiser: Reicht nicht aus 7. Klasse Informatik. Medienbildung ab frühkindlichen Bereich, auch Schule und auch mit Computer. Die Fachkraft muss an die Lebenswelt der Kinder anschließen. Nach Aussage des DVZ ist die flächendeckende Ausstattung der Kinder mit Calliope-Computern nicht umsetzbar. Sollte aber so sein. Ob eine digitale Technik, Hardware Thema sein sollte, bestimmt das Kind: Lehrkraft muss dazu Wissen und Methoden haben.

Nachfrage Thomas Krüger: Reicht es bis zur 7. Klasse aus, Medienbildung in jedes Fach zu integrieren?

Antje Kaiser: Wir brauchen kein zusätzliches Fach, sondern Medienbildung in der ganzen Schulzeit, immer mit dabei!

Bert Lingnaus: 7. Klasse ist zu spät um anzufangen. Ab Kita, siehe Medienkompass der MMV. Schulfach oder "reicht es aus" überall Medienbildung vermitteln? Beides.

Katha Bluhm: Nachsteuern. Rahmenpläne, die jetzt gelten müssen verändert werden. Schülerzeitungen sind analog und auch digital, Methoden müssen erlernt werden. Alle themen mit und durch Medien vermittelt.

Prof. Rosenstock: Inklusion erfolgt ja auch über Medienbildung. Partizipatives, individuelles Lernen erfordert andere Settings, auch Anregungsmillieus. Medienkompetenz ist eine zentrale Kulturtechnik und lässt sich gar nicht ausspielen gegen Rechnen, Schreiben, Lesen. Noch nie wurde so viel gelesen wie heute. Das Fach ist so lange notwendig, bis das Thema überall in den Fächern angekommen ist. Portfolioarbeit ist mit dem Smartphone der Kinder hervorragend möglich. Digitale Techniken sind im Bildungssystem immanent (Einschreibung an Unis,...)

11:29 Uhr
Paul Timm (jugendlicher Delegierter) Kindeswohlgefährdung und Onlinemedien

Bert Lingnau: Schwieriges Feld. Medienanstalt ist Aufsicht, KommissionJugendmedienschutz (KJM), technischer Jugendmedienschutz (nicht so einfach zu handeln). Medienkompetenz, soziale Medinkompetenz für Kinder und Eltern ist der beste Weg.

Katha Bluhm: begleiteter Medienkomsum in Familien, Kommunikation mit Medienpädagogen, Umgehen damit muss man erlernen.

Prof. Rosenstock: Kinderapps, Kindersuchmaschinen, hervorragende Angebote, müssen bekannter werden. Risikoabschätzung erfordert Kompetenz der handelnden, Unterstützenden, Begleitenden. Google Kids, YouTube Kids, ... Auch Kinderinfuenzer sind neue Vorbilder im Internet. Also Gesundheitskommunikation und Medienbildung verbinden.

Christian Taszarek:Wie an Eltern kommen? Elternabende mit Experten, Webinare ... erreichen immer die gleichen Eltern. Allgemeine Elternabende mehr.


11:40 Uhr
Jacqueline Bernhardt: Was ist die richtige Grundausstattung an Schule, Grundschulen, wie ereicht man sie? Schulische und außerschulische Medienbidlungspartner wie verbinden?

Katha Bluhm: wei Welten prallen aufeinander. Schulversuche, Forschung: Es gibt Ergebnisse, an die man anknüpfen kann. Herausforderungen Fahrtkosten, Reisewege usw. sind lösbar. Partner sind auch beratungsfähig, nicht nur vor Ort aktiv. Ausstattungen werden besser, aber reichen nicht aus zu Gruppenarbeiten. Grundausstattung muss auch gesichert werden.

Prof. Rosenstock: Digitale Lernwerkstätten für die gesamt Bevölkerung. Wir leben in einem ängstlichen Raum. Da lässt sich was machen, ausprobieren. Allerdings nur mit Ressourcen: 10 digitale Lernwerkstätten im Land verteilt aufbauen, Medienpädagogen anstellen. Offen halten.

Bert Lingnau: Medienwerkstätten im Land "gehen auf dem Zahnfleisch". Unterfinanziert und Selbstausgebeutet. Medienbildner müssen ausschwärmen können in ländl. Raum. Schule plus war hilfreich und sollte verlängert oder ersetzt werden.

Antje Kaiser: Vernetzt ist alles, jetzt braucht es Ressourcen. Genau in die Regionen schauen, Partner zusammenbringen, neues schaffen.

11:48 Uhr
Klara Fries (jugendliche Delegierte): Landesstrategie, wie sinnvoll und wer solls machen? Medienpädagogik mit eigenem Studiengang? 2000.000 Euro reichen aus zur Medienprojektförderung.

Prof. Rosenstock: Muss jemand zusammenführen/koordinieren. Juniorprofessuren sind da nicht ausreichend. Medienkompetenz muss auch an Unis Querschnittsthema sein. Standorte besser austatten. Studiengang ist hilfreich, da nur die bleiben, die hier ausgebildet wurden.

Bert Lingnau: 200.000 reichen nicht, fordert aber nicht mehr Geld.

Antje Kaiser: Digitale Agenda MV ist nicht vollständig, Medienbildungsstrukturen im Land sind nicht involviert bisher und auch kein Thema. Koordinierungsstelle erforderlich.

11:55 Uhr
Sebastina Ehlers (Landtagsabgeordneter): Frage zur Lehrerbildung: konkrete Empfehlungen. Wie können Eltern medienkompetenter werden?

Prof. Rosenstock: Medienbildung ist nicht verplichtend, keine personellen Ressourcen dafür zu Verfügung. Fachdidaktikausbildung wäre Ansatz. Professuren für Medienbildung sind zu etablieren. Medienbildung muss personell untermauert werden. Land sollte KMK-Strategie umsetzen.

Antje Kaiser: Referendariate: zwei Tage für Medienbildung sind zu wenig. Mentor*innen an Schule müssen das auch begleiten können. Weiterbildungsbereich für Lehrer*innen soll entwickelt werden. Konzepte zur flächendeckenden Elternmedienbildung gibt es nicht. Man tut was man kann. Elternscouts (Hamburg) funktioniert das, wäre ein Ansatz.

Bert Lingnau: Zuerst und leichter im frühkindlichen Bereich. Flimmo-Zeitung. Mediennutzungsregeln für Familien austeilen.

12:05 Uhr
Nick Wamhoff (jugendlicher Delegierter): Wie ist der sinnvolle Ausstattungsstandard?

Thomas Batzer: Was ist sinnvoll, gemeinsam herausarbeiten.

Antje Kaiser: Primat des Pädagoogischen folgen: einsetzen was im Unterricht hilft.

Christian Taszarek: Bedarf im Kollegium besprechen und planbar machen, aktualisieren.

Prof. Rosenstock: Medienbildungspläne/-konzepte der Schulen, wer macht's? Sport arbeit schon lange mit Apps, VR-Brillen sind auch im Klassenzimmer sinnvoll einsetzbar. Schulkonferenzen, Fachlehrer, Eltern, Schüler müssen darüber entscheiden. Fortbildung dazu für alle.

12:13 Uhr
Prof. Ralph Weber (Landtagsabgeordneter): Medienbildung anbieten: machbar oder Wunschkonzert, finanziell betrachtet? Spielerischer Zugang zu Medien wird verbaut durch Grundschule?

Antje Kaiser: Digitale Spaltung, Demokratiebildung - Medienbildung ist notwendig. Bildung kostet, schlechte viel mehr. Das angewandte System der Medienbildung ist unterfinanziert. Das muss so nicht bleiben.

Prof. Rosenstock: Kindheit in Deutschland ist sehr präventiv. Andere Länder sind früher integrativ. Welches Bild von Kindheit haben wir? Lassen Sie uns was Wünschen: Von Estland lernen. MV muss Nachwuchs selber ausbilden.

Bert Lingnau: Versuch einer Sachstandsbeschreibung, Verantwort zur Umsetzung liegt in der Politik. Lebensfremd wäre Kinder von Medien fernhalten zu wollen.

Katha Bluhm: Geld muss in die Hand genommen werden. Was besser laufen kann, muss nicht immer mehr Geld kosten: Zusammenarbeit fördern, gerade bei Konzepten und Rahmenplänen. Frühkindliche Medienarbeit funktioniert. Das beste für Kinder und Jugendliche herausholen.

12:24 Uhr
Lena Simosek (jugendlicher Delegierter): Schule plus?

Bert Lingnau: Fortschreiben

12:25
Thomas de Jesus Fernandes (Landtagsabgeordneter): 234 Mio, können die Landkreise das leisten, die Schulen auszustatten? Datenschutz kommt zu kurz bei Medienprojekten?

Thomas Batzer: Schulträgervielfalt. Landkreise sind guten Mutes: Wie ist jede Schule jetzt schon ausgestattet? Woher kann die Ausstattung gefördert werden? Das ist noch gar nicht klar.

Katha Bluhm: Datenschutz ist immer Thema in Mdienbildung und findet statt. Elternarbeit: personengebundene Infos über Kinder und Jugendliche sind oft von Eltern. Nicht jedes Medienprojekt muss und geht ins Internet.

Antje Kaiser: Datenschutz ist Bildungsaufgabe seit 2012 beim LfDI. Netzwerkarbeit (Medienkativ, LAG Medien, Medienscouts MV) gehört dazu.

Bert Lingnau: Datenschutz ist Medienkompetenz. Datensparsamkeit ist angebracht. Soziale Medienkompetenz und technische Medienkompetenz habe unterschiedliche Altergruppen in anderer Menge und können sich ergänzen.

...

12:39 Uhr
Torben Knaak (jugendlicher Delegierter): Partizipativ beteiligen bei Medienbildung

Christian Taszarek: Googlen können die Kinder nicht so gut. Partizipation häufig thematisch ja.

Katha Bluhm: An ihrer Lebenswelt ansetzend beteiligen. Kinder und Jugendliche sind Teil der Gesellschaft und sollen und müssen sich einbringen können.

Antje Kaiser: Mediienscouts MV - Peer to peer, Akzeptanz an Schule muss es dazu geben. Sie müssen auch gehört werden an Schule.

Bert Lingnau: Geschichte  und hintergrund der Medienscouts MV.

12:43 Uhr
Der Ausschussvorsitzende schließt den Ausschuss mit Bemerkungen zum weiteren Vorgehen und dem Dank an die Mitwirkenden.


Vortreffen und Jugendforum

Andreas Beck16.01.2018
Signet der Begleitung der Anhoerungsreihe im Sozialausschuss des Landtags MV

21:36 Uhr
Jung sein in MV. Jung bleiben in MV. Jung aussehen in MV. Ich bin raus... Scherz. Ist ja auch schon spät. Morgen zählt es bei der Jugendanhörung im Sozialausschuss. Die Jugendlichen sind vorbereitet.


21:13 Uhr
Beteiligung und Schule, Schule der Beteiligung... nee, das hat keiner so gesagt, aber so gemeint. Schule muss zur Beteiligung an gesellschaftlichen Entscheidungen inspirieren und bilden. Da geht doch noch mehr? Wahlalter 16 ...


20:42 Uhr
Es wird spät. Hört man und sieht man auch schon der einen oder dem anderen an. Die Diskussion ist aber gerade sehr engagiert. Welche Fragen sind für die Jugendlichen ungeklärt, auch nach Lektüre der Expert_innen-Statements?


20:31 Uhr
Engagement verändert sich auch. Inwieweit werden die Fördermöglichkeiten darauf vorbereitet und abgestimmt? Dazu gibt es allerdings eine eigene Anhörung. Kurzfristige Projektmittel sind nicht immer die richtige Lösung.


20:23 Uhr
Jugendlichen müssen die Zugänge zu einem selbständigen Leben in ihrem Heimatort/-kreis/-land ermöglicht werden. Dann engagiert man sich auch. Man muss es den Jugendlichen auch etwas zutrauen und ihnen dann zuhören: Wahlalter 16, Jugendforen auf Landesebene. Aber auch vor Ort braucht es Fachkräfte (Sozialarbeit, Moderation, ...) die Jugendinitiativen unterstützen und vernetzen, die genau dort ihre eigenen Probleme selber angehen. Dazu müssen auch Kommunen gut ausgestattet sein.


20:20 Uhr
Was sind die wichtigsten Themen für die jugendlichen Expert_innen in eigener Sache?


20:16 Uhr
Yvonne: Wir kommen jetzt zu den eigentlichen Inhalten des Treffens.
Jo.


19.30 Uhr
Wir sind online und live


19:01 Uhr
Verfahren der ANhörungen und unserer Begleitung durch den Landesjugendring


18:58 Uhr
In der Pause haben wir fotografiert und getextet und gegessen und so. Jetzt erklärt Tobias den Ablauf der Anhörungen und begleitenden Veranstaltungen, spricht aber auch zur Geschichte der Nicht-Enquete #jungseinMV. So sind die Anhörungen jetzt zu diesen, eigentlich jugendunfreundlichen, allerdings abgeordnetenfreundlichen, Zeiten.


18:24 Uhr Pause, also Arbeit mit Pausenanstrich: Was erwarte ich, in einem Satz formuliert. Expert_innenporträts, Vertreter_innen und Stellvertreter_innen.


Panorama von Tobias

Foto von Toias


18:18 Uhr
Teilhabe und Mitbestimmung/Selbstbestimmung oder doch nur Mitwirkung?


18:15 Uhr
Erwartung: Die Enquete #jungseinMV macht immer noch Sinn. Jugendliche müssen auch zu Wort kommen und ständig beteiligt werden.


18:12 Uhr
Werden wir morgen auf Augenhöhe sein oder eher "auf Augenhöhe"? Thorben ist jetzt auch eingetroffen.


17:50 Uhr
Jetzt gibt's eine Methode: Gruppenarbeit zu Erwartungen und Befürchtungen zur Anhörungsreihe und zur ersten Anhörung.


17:45 Uhr
Yvonne stellt den Ablauf des Treffens heute vor und erklärt auch ein wenig die Website.


17:37 Uhr
Kennenlernen: Jeder stellt sich vor und pinnt an eine Karte seinen Wirkungsbereich und u. U. Wohnort. Nils, Juliane, Geni, Katha, Rasmus, Klara, Claudia, Katharina, Hannah, Mona, Yvonne, Christian, Marcel, Tino, Friede, Tobias und Andreas sind da.


17:35 Uhr
Technische Details und eine Begrüßung von Christian und Yvonne. Es sind noch nicht alle da ...


17:34 Uhr
Jetzt aber?


17:30 Uhr
Yvonne und Tino sind auch da, jetzt geht es aber los?


17:26 Uhr
Tino und Yvonne sind noch nicht da, aber wir fangen schon mal an!


17:21 Uhr
AHA-Effekt war so lala. Wir warten immer noch.


20180116.17:18 Uhr
Wir warten gespannt auf die, die noch kommen werden. Ein herzliches HALLO! an alle die schon da sind!