Designelement des LJR

Fridays for future

Am Freitag, den 15. März 2019, gab es an vielen Orten in aller Welt und auch in verschiedenen Städten in Mecklenburg-Vorpommern Demonstrationen unter dem Motto "Fridays for Future".

Der Landesjugendring begrüßt und unterstützt das Engagement der jungen Menschen, die für einen konsequenten Klimaschutz auf die Straße gehen, die Stimme erheben, sich vernetzen und so ihre gesellschaftspolitische Mitverantwortung ernst- und wahrnehmen. Leider haben einige Schüler*innen vor und während der Demonstrationen die Erfahrung machen müssen, dass dieses gesellschaftspolitische Engagement seitens der Schule und seitens der Politik nicht grundsätzlich begrüßt wird. Sie mussten und müssen sich beispielsweise mit dem Vorwurf des "Schwänzens für das Klima" auseinandersetzen. Zudem wurden ihnen neben der Teilnahme an der Demonstration auch untersagt, dafür an der Schule zu werben.

Es ist uns bewusst, dass das Demonstrieren während der Schulzeit gegen die Schulpflicht verstößt. Dabei, oder gerade deswegen, bleibt es aber ein gängiges Mittel in der Demokratie, um gesellschaftspolitische Interessen durchzusetzen.

Der Landesjugendring fordert den Landesschulbeirat auf, mit allen Beteiligten ein einheitliches, verbindliches Vorgehen zu verabreden, welches Kindern und Jugendlichen die Organisation und Teilnahme an einer solchen Demonstration ohne Angst vor Konsequenzen ermöglicht. Der Landesschulbeirat gibt die Verabredungen an das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V weiter, damit sie von hier verbindlichen Eingang in die Einzelschule vor Ort finden.

Gerade weil das Demonstrationsrecht auch ein Grundrecht für alle Schüler*innen ist, plädiert der Landesjugendring für ein einheitliches und für alle Schulen verbindliches Vorgehen, weil der unterschiedliche Umgang mit diesem Grundrecht an der Einzelschule bei den engagierten und gut vernetzten Schüler*innen zu großen 28 Irritationen führt.

Beschluss der 31. Vollversammlung des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern vom 06. April 2019 in Stralsund


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