Designelement des LJR

Beschluss des Landesjugendrings M-V

Das Internationale Kultur- und Wohnprojekt in Greifswald (IKuWo e. V.) leistet einen unwiderlegbaren Beitrag zur Kultur- und Demokratieförderung in der Hansestadt Greifswald und in der Region. Vorträge, Seminare, Workshops und Theaterstücke sind nur ein Teil des vielseitigen kulturellen Programms, welches das IKuWo bietet. Außerdem haben junge Mensch die Möglichkeit sich im IKuWo auszuprobieren, als Band im Proberaum oder im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes. Aber vor allem bietet das IKuWo mit regelmäßigen Öffnungszeiten einen Freiraum in dem Menschen sich austauschen, feiern und Spaß haben können und das unabhängig von ihrer Herkunft, ihres Geschlechts und kulturellen Hintergrunds. Die Bereitstellung aller Angebote des IKuWos sind dabei nah an den Lebensrealitäten der Nutzer_innen. Das resultiert aus der Selbstverwaltung des Projekts. Bewohner_innen und Nutzer_innen entscheiden gemeinsam in kollektiven Aushandlungsprozessen, welche Angebote wie im Haus angeboten werden sollen. Auch die Organisation, Betreuung, Durchführung und Nachbereitung der Angebote liegt in der Hand der sich selbstverwaltenden jungen Erwachsenen.

Da das IKuWo sich mit seiner offenen Kultur und dem Verständnis nach für eine offene und solidarische Umgangskultur und Gesellschaft einsetzt, stören sich traditionell insbesondere rechte politische Akteure am Haus, seinen Bewohner_innen und Nutzer_innen. Dies mündete bereits in
koordinierte Anschläge auf das IKuWo, die nachweislich der rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind.

Der Landesjugendring solidarisiert sich mit dem Internationalen Kultur- und Wohnprojekt in Greifswald und stellt fest: Im Rahmen der zunehmenden Polarisierung zu den großen und kleinen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, stellt sich die Arbeit des IKuWo e. V. als umso wichtiger dar. In einer pluralistischen Gesellschaft braucht es dringend Akteure wie das seit 2001 existierende Projekt. Außerdem braucht es eine angemessene Wertschätzung der Aktiven für ihre Arbeit und den Einsatz für eine bessere Gesellschaft. Populistischer Meinungsmache, Diskreditierung des Geleisteten und dem Rufe nach Gewalt gegen das IKuWo und seine Engagierten, stellt sich der Landesjugendring entschieden entgegen.


(Beschlossen vom 150. Hauptausschuss am 24.09.2018 in Rostock)