Landesjugendring tagte am Samstag (06. April) in Stralsund zu jugendpolitischen Themen

Zu seiner 31. Vollversammlung trafen sich die Delegierten der Landesjugendverbände, die im Landesjugendring MV zusammenarbeiten, am 06. April 2019, im vorpommerischen Stralsund. Neben den Aufgaben, die sich aus dem Status des e. V. ergaben, wie die Wahl des Vorstands oder der Jahresrechnungs- und Revisionsberichte, wurden im Younior Hotel Stralsund, vor allem jugendpolitische Themen eingebracht und abgestimmt. Der Vorstand setzt im Ergebnis der Wahl ohne personelle Änderung seine Arbeit fort.

Die Stellvertretende Landtagspräsidentin, Mignon Schwenke, forderte in ihrem Grußwort die Jugendlichen auf, „die Politik auch mal zu treiben“ in Sachen Jugendthemen. „Aber erreichen können wir nur etwas gemeinsam!“

Vorstand erstellt Jahresbericht als "Unpacking Video"
Der Vorstand hatte den Jahresbericht in einer besonderen Form vorbereitet und bereitgestellt: als Video auf YouTube und der eigene Website mit der Premiere heute 11:30 Uhr (www.ljrmv.de). Den QR-Code dazu verteilte er den Delegierten auf einer 2,5-Zoll-Diskette. Das Thema Digitalisierung wurde allerdings vertagt, da der Referent kurzfristig ausfiel. Stattdessen sammelten die Delegierten Statements und Fragen zum Thema der nächsten Jugendanhörung im Landtag zum Thema „Ehrenamt und Erprobungsräume“.

Offener Brief an Ministerpräsidentin
Die Vollversammlung hat in einem offenen Brief an die Ministerpräsidentin MV, Manuela Schwesig, der heute auf dem Landesjugendserver (ljrmv.de) veröffentlicht wurde, darauf hingewiesen, dass die Finanzierung der Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr auskömmlich ist und zu Strukturabbau führe: „Für die Situation der Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern ist es bereits 12 Uhr. Zahlreiche Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sind bereits geschlossen worden. Viele Strukturen sind inzwischen weggebrochen. Unbesetzte hauptamtliche Stellen können mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht mehr besetzt werden oder sind bereits weggefallen“, heißt es im Text wörtlich.

Hintergrund ist die, aus Sicht des LJRMV, seit Jahren überfällige Überarbeitung des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes sowie der Richtlinien zum Landesjugendplan. Der Landesjugendring hat konstruktiv an einer Novellierung mitgearbeitet; wurde aber ab Dezember 2018 nicht mehr beteiligt. Das 2019 gebildete Beteiligungsnetzwerk MV ist innovativ in der Zusammenarbeit mit den Kommunen, muss aber 2020 weiter ausgebaut werden. Auch dazu müssen Mittel in ausreichender Höhe in den folgenden Doppelhaushalt des Landes eingestellt werden.

Fridays for Future
Weiteres Thema war die Haltung des Landesjugendrings MV zu den Demonstrationen junger
Menschen unter dem Motto "Fridays for Future" in verschiedenen Städten in Mecklenburg-
Vorpommern. Der Landesjugendring plädiert für einen einheitlichen, für alle Schulen
verbindlichen, mit dem Bildungsministerium abgestimmten Umgang mit dem Grundrecht zu
demonstrieren, und unterstützt die Kinder und Jugendlichen ausdrücklich dabei für einen
konsequenten Klimaschutz auch mit diesen Mitteln einzutreten.


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