Designelement des LJR

Jugend hat nachgehakt: Die Ergebnisse des Dialogs zwischen Abgeordneten und Jugendlichen bei "Jugend hakt nach"

Mit Hilfe der Methode "Entscheidungskreis" 1 haben die Jugendlichen und die Landespolitikerinnen und -politiker im Plenarsaal des Landtags Mecklenburg-Vorpommern ihre Forderungen auf Umsetzbarkeit überprüft. Die Hürden wurden durch die Fragen beschrieben:  

  1. Ist die Idee gut für Jugendliche? Nützt sie Jugendlichen?
  2. Dürfen wir das? Ist das erlaubt?
  3. Betrifft diese Idee die Landespolitik?
  4. Finden wir ausreichend Verbündete?
  5. Haben wir dafür genug Geld?

Anschließend wurden für Forderungen, die alle Hürden im Konsens genommen haben, in den Arbeitsgruppen erste Absprachen für die Umsetzung getroffen.

Entscheidungskreis auf dem roten Teppich des Plenarsaals


Umsetzbare Forderungen sind aus Sicht der teilnehmenden Jugendlichen und Abgeordneten (nach Arbeitsgruppen geordnet):

Arbeitsgruppe Umwelt

  • Massentierhaltung stoppen  
  • Mehr regionale Umweltbildung in der Schule
  • Überregionale Transporte von Produkten mit Bahn oder Schiff statt mit LKW's und Flugzeugen
  • Förderung der Biogasanlagen regulieren

Arbeitsgruppe Bildung

  • Ein parlamentarisches Patenschaftsprogramm für den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern (Austausch mit Polen, Dänemark und anderen skandinavischen Ländern)
  • Förderung von Kleinschulen
  • Mitbestimmung der Schüler_innen stärken

Arbeitsgruppe Freizeit

  • Es soll offene Jugendforen auf Landesebene geben
  • Jugendliche sollen die Möglichkeit haben, ihren Jugendtreff zu bewerten
  • Es soll eine Bedarfsanalyse zum Wahlrecht ab 16 Jahren für die Landesebene geben
  • Es soll kostenlose Bahncards (50) für Juleica-Inhaber_innen geben
  • Eine transparente und kompetente Kommunikation/Information zum Bundesfreiwilligendienst in Form einer Internetseite und einem kostenlosen Telefondienst
  • Es sollen gemeinsam mit Jugendlichen einfachere Antrags- und Abrechnungsformulare für Landesförderungen erstellt werden

Arbeitsgruppe Soziales und Direkte Demokratie

  • Volksinitiativen ab 7.500 Unterschriften
  • Volksbegehren Minimum 10 Prozent, dann einfache Mehrheit
  • Volksbegehren bei 5 Prozent  
  • Infopakete aller Medien für die Wähler
  • Wahlalter 16 bei landesweiten Wahlen

Arbeitspruppe Ausbildung

  • gerechte Vergütung von Frauen und Männern (gleiche Jobs = gleiches Geld)
  • Ost- = West-Entlohnung
  • Bessere Bedingungen in Arbeit und Ausbildung für junge Familien (Betriebskita kostenlos)
  • Pflicht zur kontinuierlichen Fortbildung/ Prüfung der Ausbilder_innen
  • Förderung des Austausches zwischen Ausbilder_innen
  • Chancengleichheit im Beruf / Aufstieg bei Frauen und Männern
  • Mitspracherecht der Azubis
Die Teilnehmer_innen an jhn11 und Abgeordnete des Landtags MV 
Die Teilnehmer_innen an jhn11 und Abgeordnete des Landtags MV

An den Hürden des Entscheidungskreises gescheiterte Forderungen sind:

Arbeitsgruppe Umwelt

An der Hürde „Finden wir ausreichend Verbündete?“ scheiterten die Forderungen:

  • Mehr regionale Produkte in Supermärkte, kürzere Transportwege für Lebensmittel
  • Fair-Trade-Produkte fördern und verbreiten


Arbeitsgruppe Bildung

An der Hürde „Finden wir ausreichend Verbündete?“ scheiterte die Forderung:

  • Leistungsdifferenzierung ab Klasse 5

An der Hürde „Haben wir dafür genug Geld?“ scheiterten die Forderungen:

  • Inklusion ändern – mehr sonderpädagogisches Personal und mehr Sozialarbeiter_innen an den Schulen
  • Mehr Geld für Theater in Mecklenburg-Vorpommern


Arbeitsgruppe Freizeit

An der Hürde „Dürfen wir das? Ist das erlaubt?“ scheiterte die Forderung:

  • Wahlrecht ab 16 für die Landesebene

An der Hürde „Haben wir dafür genug Geld?“ scheiterte die Forderung:

  • Das Land soll die Finanzierung für die Freiwilligen Sozialen Dienste und Bundesfreiwilligendienste für kleinere gemeinnützige Vereine übernehmen.


Arbeitsgruppe Soziales und Direkte Demokratie

An der Hürde „Dürfen wir das? Ist das erlaubt?“ scheiterten die Forderungen:

  • Mehr Teilzeitjobs für Eltern
  • Mehr Zeit für Eltern

An der Hürde „Betrifft diese Idee die Landespolitik?“ scheiterten die Forderungen:

  • Kind braucht Bindung zum Vater trotz Trennung der Eltern
  • Mehr Rechte für Väter

An der Hürde „Finden wir ausreichend Verbündete?“ scheiterten die Forderungen:

  • Keine Tabu-Themen für Volksbegehren


Arbeitspruppe Ausbildung

An der Hürde „Ist die Idee gut für Jugendliche? Nützt sie Jugendlichen?“ scheiterten die Forderungen:

  • LÜGA – Landesübernahmegarantie 
  • Auslandsaufenthalte in der Ausbildung

An der Hürde "Betrifft diese Idee die Landespolitik?" scheiterte die Forderung:

  • Au pair und Work & Travel für alle weltweit 

Ander Hürde "Finden wir ausreichend Verbündete?" scheiterte die Forderung:

  • Mindestausbildungsvergütung 500 €


1   Erklärung zur Methode Entscheidungskreis beim Deutschen Kinderhilfswerk